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Ralf Hansen Schutz wissenschaftlicher Leistungen
Eine Rezension zu:
Björn Knudsen/Anne Lauber Schutz wissenschaftlicher Leistungen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen
Erstauflage Heidelberg: Springer, 2005, 248 S. ISBN 3-540-25231-2
Das Buch behandelt den Schutz wissenschaftlicher Leistungen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen und greift damit ein Thema auf, dass im Forschungsalltag oftmals gern "übergangen" wird, insbesondere im naturwissenschaftlichen Bereich. Eine vergleichbar kompakte und praxisnahe Darstellung fehlte zu diesem Thema bislang. Die Einführung stellt zunächst die Zusammenhänge her zwischen den einzelnen in Betracht kommenden Schutzrechten, die im wesentlichen Ausformungen des Schutz am "geistigen Eigentum" sind, da es stets um Ergebnisse eines geistigen Schaffensprozesses handelt. Im Zentrum steht dabei das Urheberrecht, aber im naturwissenschaftlichen Bereich insbesondere auch das Patent- und Gebrauchsmusterrecht, gefolgt von Kennzeichenrechten und Geschmacksmusterrechten, je nach Einschlägigkeit der wissenschaftlichen Leistung. Die Materie wird auch für "Nichtjuristen" - auch anhand vieler Beispiele - gut erklärt. Die Lektüre setzt keine Vorkenntnisse voraus. Bezogen auf die Arbeitsweise an Hochschulen und in Forschungseinrichtungen werden die einzelnen Schutzrechtsbereiche erläutert, zunächst das Urheberrecht. Dabei werden interessante Schwerpunkte gebildet. so beim Schutz vom Computersoftware, beim Datenbankschutz, bei Klausuren - und Hausarbeiten und bei technischen Schutzmaßnahmen. Von besonderem Interesse ist in diesem Bereich der Urheberrechtsschutz von Arbeitnehmern, der gerade für wissenschaftliche Assistenten von Belang ist, etwa im Zusammenhang mit der Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten, einem weiteren Schwerpunktthema. Dabei geht es oftmals um die Nennung als Mitautor. Insoweit sieht § 24 HRG zwar eine Nennungspflicht vor, doch wird hiergegen öfters verstoßen, da etwa über das Vorliegen einer selbständigen Leistung öfters gestritten werden kann. Gut erklärt werden Lizenzverträge und die Ausnahmen des Urheberrechtsschutzes, wie etwa das Zitatrecht und das Einstellen in das Internet zu Forschungszwecken. Etwa das Thema GNU - Lizenz oder "Open Access" hätten intensiver angesprochen werden können, da die öffentliche Verfügbarkeit des Wissens in der Informationsgesellschaft gerade für Wissenschaftler von erheblicher Bedeutung ist. Kurz behandelt werden das Patentrecht und die anderen gewerblichen Schutzrechte. Der Band behandelt indessen auch Drittelmittelverträge und das Einstellen von Informationen in das Internet vertieft, um sodann die Systematik der Anspruchsgrundlagen und der Rechtsfolgen von Verletzungshandlungen darzustellen. Das Buch bietet eine gute Gelegenheit Informationen über den Schutz wissenschaftlicher Leistungen im Hochschul - und Forschungsbereich zu erlangen.
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