Wertpapieremissionen

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Grundlagen der Wertpapieremission

 

Eine Rezension zu:

Jens Ekkenga/Heyo Maas

 

Das Recht der Wertpapieremissionen

 

Eine systematische Darstellung

Erstauflage

Berlin: Erich Schmidt Verlag, 2006, 388 S., 64,00 Euro

ISBN 3-503-09314-1

http://www.esv.info/3-503-09314-1

 

 

Das Werk bietet eine umfassende Darstellung über die börslichen und außerbörslichen Voraussetzungen der Wertpapieremissionen, wobei das neue Wertpapierprospektgesetz intensiv berücksichtigt wird. Der Vorteil des Bandes liegt insbesondere darin, dass die Materie nicht nur aus dem Blickwinkel von Einzelgesetzen betrachtet wird, sondern dass die börsen-, gesellschafts- und vertragsrechtlichen Aspekte in einer systematischen Gesamtschau präsentiert werden, die überdies großen Wert auf Verständlichkeit der Darstellung legt.

Den Autoren gelingt es, eine sehr schwierige und letztlich wenig übersichtliche Materie transparent darzustellen. In § 1 geben die Autoren einen Überblick über die Wertpapieremission, ihren Gegenstand und die Beteiligten, dem in § 2 eine Schilderung des Ablaufs folgt, die mit dem Zeitplan im Anhang deutlich konkretisiert wird. Da jede Wertpapieremission das Zusammenwirken von Konsortialbanken voraussetzt, analysiert § 3 das Rechtsverhältnis unter diesen Banken und geht eingehend auf die vertraglichen Regelungen ein, die sich in diesem Bereich finden.

§ 4 behandelt das Verhältnis von Emittent und Emissionskonsortium anhand einer Erläuterung des Übernahmevertrages und dessen Erfüllung. Dargestellt wird aber auch das Recht der grenzüberschreitenden Emission und das heikle Sonderproblem der gescheiterten Emission, die insbesondere unter dem Aspekt von Rückabwicklungsansprüchen dargestellt wird. § 5 stellt das Verhältnis zwischen Emittent und Anleger dar, das schwierige Probleme aufwirft. Zum einen ergeben sich Probleme hinsichtlich der Altaktionäre, die einen quotalen Bezugsanspruch erwerben, dessen Nichterfüllung in den drei denkbaren Varianten je unterschiedliche Folgen haben kann, die auch eingehend behandelt werden, nicht zuletzt unter dem Aspekt der Rechtswidrigkeit von Bezugsrechtsausschlüssen. Zum anderen wird das Verhältnis den nicht bezugsberechtigten Anlegern eingehend analysiert. Die in diesen Zusammenhang erfolgende Darstellung der Prospekthaftung für fehlerhafte Information unterrichtet den Leser sehr vollständig über die hier bestehenden Risiken. § 6 schließlich geht näher auf das Verhältnis der Konsortialbanken zu den Anlegern ein, während § 7 die Rechtsbeziehungen zur Börse darstellt.

Wer eine profunde und verständliche Information zum Recht der Wertpapieremissionen sucht, wird sie hier finden!