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Ralf
Hansen Verträge
im internationalen Wirtschaftsrecht Eine
Rezension zu: Wolf
Döser Vertragsgestaltung
im internationalen
Wirtschaftsrecht JuS
- Schriftenreihe Band 157 Vertragsgestaltung München:
C.H. Beck Verlag, 2001, 214 S., E 19,00,- ISBN
3-406-48572-3 Die
Schrift geht auf eine Aufsatzserie in der JuS zurück, die auf einiges
Interesse gestoßen ist, nicht zuletzt wegen der Praxisrelevanz des
juristischen Nachvollzuges der Internationalisierung der Wirtschaft, die
zunehmend erhöhte Anforderungen an die juristische Beratung im Rahmen
der Vertragsgestaltung stellt, zwar die zukunftsorientiert ist, aber
letztlich die Risiken eines potentiellen Rechtsstreit nur im Rahmen
eines “risk managements” reduzieren, nicht völlig ausschließen
kann. Selbst der beste Vertrag leistet nur eine Minimierung dieser
Risiken. Der Verfasser legt zunächst einmal die allgemeinen Grundlagen
dar, die sich für die transnationale Vertragsgestaltungspraxis stellen,
insbesondere wird auch das Problem der Berührung unterschiedlicher
Rechtskreise thematisiert, die sich regelmäßig in der Rechtswahl
niederschlägt. Diese Systemverschiedenheiten werden anschließend sehr
überzeugend vertieft. Insbesondere werden auch fundamentale
Regelungsunterschiede verdeutlicht, etwa was das US-amerikanische Verständnis
von “Consideration” und “specific performance” angeht, die vom
deutschen Recht erheblich abweichen und keine Entsprechung finden.
Angesichts der Leitfunktion des US-Rechts im Bereich internationaler
Wirtschaftsverträge war klar, daß diese Rechtsprinzipien vorrangig erörtert
würden. Auch die Vertragsstruktur - gerade was AGB angeht - ist sehr
differierend und wird daher sehr eingehend dargestellt. Überzeugend und
für die Praxis hilfreich sind vorallem die Ausführungen zum angemessen
Vertragsaufbau. Wie die nachfolgenden Erläuterungen zeigen, hat der
Verfasser ein entscheidendes Lehrbuch zur Vertragsgestaltung in diesem
Bereich verfaßt, wie auch seine Ausführungen zur Präzisierung des
Vertragsgegenstandes und zur Implementation angemessener vertraglicher
Sanktionen zeigen. Auch zur jeweiligen Klauselgestaltung finden sich
interessante Vorschläge. Erfreulicherweise wird auch der Bereich der
internationalen Schiedsabreden wenigtens kurz behandelt. Besonders
interessant ist der Teil 2, der einzelne Vertragsbeispiele vorstellt und
zwar aus den unterschiedlichsten Bereichen. So findet sich etwa ein
Entwurf für einen Patent- und Technologieübermittlungsvertrag ebenso
wie ein Softwareüberlassungsvertrag, ein Managementvertrag oder ein
Unternehmenskaufvertrag. Zu diesen Verträgen wird jeweils eine Einführung
geboten. Die einzelnen Klausel werden auch eingehend erläutert, so daß
die Muster durchaus auch für die juristische Praxis von Interesse sind,
zumal dann, wenn man mit derartigen Verträgen nicht täglich beschäftigt
ist. Die Beispiele zeigen sehr deutlich die von deutschen
Gepflogenheiten abweichende US-amerikanische Vertragsgestaltungspraxis.
Der überaus gelungene Band bietet einen sehr profunden Einblick -
vielleicht sogar etwas mehr als das - in die Praxis der
Vertragsgestaltung im internationalen Wirtschaftsrecht und dürfte über
Studenten und Referendare hinaus auch das Interesse jüngerer Praktiker
finden.
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