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Ralf Hansen “Crash-Kurs”
im Sachenrecht für Fortgeschrittene Eine
Rezension zu: Habersack,
Matthias Examens-Repetitorium
Sachenrecht Reihe:
UNI-REP JURA 4.
Aufl., C.F.Müller-Verlag,
Heidelberg, 2005, 216 Seiten ISBN
3-8114-7315-8, Euro 18,- http://www.cfmueller-verlag.de http://www.cfmueller-campus.de Mit
diesem Buch wurde 1999 seitens des Verlages eine neue Reihe in das
Verlagsprogramm eingeführt, die sich UNI-REP JURA nannte und nach und nach
erweitert wird. Inzwischen sind es acht Bände. Damit wird eine schon länger
zu beobachtende Entwicklung nachvollzogen, Titel zu konzipieren, die unmittelbar
mit den Skripten der privaten juristischen “Repetitorien” konkurrieren,
insgesamt aber ein höheres Niveau haben sollen. In diesem Zusammenhang streben
zahlreiche Professoren des Rechts - die sich in dieser Hinsicht redliche Mühe
geben - an, die an diese Repetitorien übergegangene Ausbildungskompetenz an die
Universitäten zurückzuholen. Folgerichtig versuchen einige der führenden
juristische Verlage diese Entwicklung mit geeigneten Buchtiteln zu begleiten.
Die Reihe stößt mit Recht auf gute Resonanz. Das Buch wendet sich in
erster Linie an Examenskandidaten und setzt daher wenigstens Grundkenntnisse
voraus, da man noch nicht vorhandenes Wissen nicht “repetieren” kann.
Fallbearbeitung, Hinweise zur Fallbearbeitungstechnik und deduktive
Darstellungen sind verzahnt. In die Darstellung eingearbeitet sind 63 Fälle,
meist “leading cases” des BGH folgend. Die Beherrschung der juristischen
Arbeitstechnik verlangt die Kenntnis einer begrenzten Anzahl von
Fallkonstellationen, die es ermöglichen, unbekannte Fälle anhand der
juristischen Methodik, beruhend auf der Modifikation von Grundprinzipien,
systematisch zu lösen. Die verbreitete “Methode” - eher eine “Mode” -
der “Lektüre” beinahe zahlloser Fallbearbeitungen ist schlicht sinnlos,
weil unmethodisch, wie sich spätestens bei der Suche nach dem “ähnlichen”
Fall in Printmedien oder im Internet zeigt. Auch im Bereich des Case - Law kann
den Fallvergleich erst wirklich anwenden, wer die methodischen Grundprinzipien
insbesondere der distinction richtig beherrscht. Es war laut Vorwort zur Erstauflage
erklärter Nebenzweck des Buches, dem abzuhelfen. Die Neuauflage bringt das Buch
auf den Stand von April 2005. Der Text wurde durchgängig aktualisiert, überarbeitet
und ergänzt, ohne an der Konzeption etwas zu ändern.
Dem
Autor gelingt es, den gesamten Stoff des Sachenrechts aufzubereiten. Es
empfiehlt sich einzelne Problemstellungen anhand einer Fallsammlung
nachzuarbeiten (auf hohem Niveau ermöglicht dies, Gursky, K.H., Sachenrecht.
Fälle und Lösungen, 10. Aufl., Heidelberg: C.F. Müller, 2000).
Zweifelsfragen sollten anhand eines Kommentars oder “großen Lehrbuchs”
vertieft werden (s. nur , Westermann, Sachenrecht, 7. Aufl., Heidelberg: C.F.
Müller, 1998; “Kurzfassung”, Westermann, H.P., BGB-Sachenrecht, Reihe:
“Schwerpunkte”, Heidelberg: C.F. Müller).
Im übrigen darf angesichts der beibehaltenen und vertieften Konzeption
auf die Rezension zur Erstauflage verwiesen
werden. Es
war bereits bei der ersten Auflage abzusehen, dass dieses Buch zu einem der führenden
Darstellungen für die unmittelbare Examensvorbereitung im Sachenrecht werden würde.
Die Neuauflage bestätigt diese Einschätzung in souveräner Weise. |