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Ralf Hansen Öffentliches
Recht in
der Assessorprüfung Eine
Rezension zu: Ulrich
Ramsauer Die
Assessorprüfung im öffentlichen Recht Entwurf
von Entscheidungen im Verwaltungsrecht Technik
für Klausur und Aktenvortrag Hauptgebiete
des allgemeinen Verwaltungsrechts und
des Verwaltungsprozeßrechts 5.
Auflage, München:
C. H. Beck Verlag, 2001, 400 S., DM 45,- ISBN
3-406-47886-7 Das
Werk von Ramsauer läßt sich aus der einschlägigen Prüfungsvorbereitung
nicht wegdenken. Es ging aus der langjährigen
Arbeitsgemeinschaftspraxis des Verfassers hervor, der Vorsitzender
Richter am VG Hamburg und ebd. Professor an der Uni Hamburg ist.
Inzwischen hat er auch die Kommentierung von Kopp, VwVfG, übernommen
und diesen Kommentar auf ein beeindruckendes Niveau gebracht. Das Buch
bringt den Stoff auf die kürzeste, noch vertretbare Form und enthält
zunächst eine Übersicht über die Leistungsanforderungen im Examen,
wobei die Ausführungen über die Hausarbeit nunmehr entfallen konnten,
da es sie nicht mehr gibt. Hier werden die einzelnen Klausurformen
eingehend durchdiskutiert. Anwaltsklausuren werden leider nicht näher
berücksichtigt. Eine gute Ergänzung bietet jetzt der neue Band von
Kintz, Das Assessorexamen im öffentlichen Recht, Beck, 2000, der an
dieser Stelle bereits besprochen wurde. Anschließend werden die maßgeblichen
Entscheidungsformen aus richterlicher Sicht dargestellt. In diesem
Rahmen werden die Grundlagen der Urteils- und Beschlußtechnik souverän
vermittelt, auf die im Examen großer Wert gelegt wird. Auch
Widerspruchs- und Abhilfeentscheidung werden eingehend behandelt. Die
folgenden drei Hauptteile machen indessen den Reiz dieses Buches aus,
auf das nicht mehr verzichten wird, wer damit einmal intensiv gearbeitet
hat. Diese drei Hauptteile sind letztlich nichts anderes als ein
kommentiertes Aufbauschema zu den Kernfragen des öffentlichen Rechts
und können auch als Checkliste für die Praxis dienen. So behandelt
Teil 4 den Prüfungsaufbau im gesamten Klage- und Antragsverfahren. Die
allgemeinen Zulässigkeitsvoraussetzungen werden vor die Klammer
gezogen. Sodann wird die Zulässigkeits- und Begründetheitsstation
Klageart für Klageart strukturiert und in der richtigen Prüfungsreihenfolge
dargestellt. Probleme werden dort erörtert, wo sie in der Praxis zu
behandeln sind. Hervorzuheben sind etwa die Ausführungen zu den beiden
Aufbaumöglichkeiten bei der Verpflichtungsklage, zum einstweiligen
Rechtsschutz und zu § 47 VwGO. Enthalten ist auch ein überaus nützlicher
Abriß zum verfassungsgerichtlichen Verfahren. Der
Aufbau ermöglicht eine Kurzrepetition aller maßgeblichen Fragen in kürzester
Zeit und ist als letzte Vorbereitung vor der schriftlichen wie der mündlichen
Prüfung geradezu ideal geeignet. Anstehende Reformen der VwGO sind
bereits ansatzweise berücksichtigt. Der Band ermöglicht auch Richtern
und Rechtsanwälten eine rasche Orientierung für die Praxis. Das Werk von Ramsauer hat in der Referendarausbildungsliteratur einen nahezu einzigartigen Stellenwert, des es zu einer unverzichtbaren Hilfe bei der Prüfungsvorbereitung macht. |
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