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Ralf Hansen Der
E - Commerce im Recht Eine
Rezension zu: Hamann/Weidert
(Hrsg.) E-
Commerce und Recht Ein
Leitfaden für Unternehmen Bielefeldt:
Erich - Schmidt - Verlag, 2002, 304 S. ISBN
3-503-06069-3 http://www.erich-schmidt-verlag.de Der Leitfaden für Unternehmen stammt im wesentlichen aus dem
Hause der Kanzlei Gleiss, Lutz, Hootz, Hirsch und bürgt damit bereits für
einen hinreichenden Qualitätsstandard. Bereits das Vorwort verrät indessen,
wie unsicher die Begriffsbildung E-Commerce wirklich ist. Globaler Austausch von
Waren und Dienstleistungen via “Internet” - in Wirklichkeit eine
Zusammenfassung einzelner Medien - umfaßt letztlich vieles oder wenig. Die Enttäuschung
an den Börsen hatte möglicherweise auch ein Gutes: es wurde Euphorie
vernichtet, die sich letztlich nicht erfüllen konnte, weil die Medien des
Internet gegenüber dem “real life” schlichtweg überbewertet wurden.
Wirtschaftlich betrachtet bietet das Internet “Ergänzungsmöglichkeiten”,
die teilweise noch brachliegen, die aber teilweise Kommunikationen anderer Art
kaum ersetzen werden können. Der Band bietet denn auch statt solcher Euphorie
glücklicherweise nüchterne Analysen, bei knapp gehaltenem Apparat hinsichtlich
der Nachweise. Das erste Kapitel referiert die öffentlich-rechtlichen
Rahmenbedingungen des elektronischen Geschäftsverkehrs. In diesem Zusammenhang
geht erfreulicherweise auch auf das
TDDSG eingegangen. Allerdings werden dabei
die aktuellen Streitfragen, die sich um § 4 VI TDDSG im Spannungsfeld zu
§ 6 TDDSG ranken, noch nicht berührt. Äußerst interessant ist der Beitrag über
Venture Capital, der über “letter of intent”, “due diligence” bis hin
zur konkreten Gestaltung des Gesellschaftsvertrages eigentlich alle wesentlichen
Informationen bietet, die für Unternehmen interessant sind. Nicht weniger
gelungen sind die Ausführungen zum Thema “Arbeitsverträge in der New Economy”,
deren Schwerpunkt natürlich auf der Beendigung des Arbeitsverhältnisses
liegen. Im Gegensatz zum US-Recht bietet das deutsche Recht hier indessen wenig
Besonderheiten, was in der Darstellung auch gut zum Ausdruck kommt. Wichtiger
ist insoweit der nachfolgende Beitrag zur Ausgestaltung der Arbeitsverträge, da
hier auch Fragen des kollektiven Arbeitsrechts eingehend thematisiert werden.
Hier werden auch konkrete Gestaltungsvorschläge gemacht, die für
Personalabteilungen sehr lesenswert sind. Kapitel 6 widmet sich dem schillernden Thema der
Providerverträge und geht hier auch recht intensiv auf die vertragsrechtliche
Einordnung ein. Noch wesentlich pikanter ist der nachfolgende Beitrag zu den
Online-Verträgen, die zunehmend die Rechtsprechung massiv beschäftigen. Diese
Verträge sind der Kern des E-Commerce und stoßen schon beim Vertragsschluß
auf Probleme, nicht zuletzt beweisrechtlicher Art. Formfragen hätten hier
intensiver erörtert werden können. Auch die Probleme der Einbeziehung von AGB
erscheint ein wenig kurz. Intensiver erörtert werden Fragen des
Verbraucherschutzes. Sehr lesenswert ist der Beitrag über “Intellectual Property”, auch wenn man die Frage aufwerfen darf, ob es “geistiges Eigentum” überhaupt geben kann. Hier werden in erster Linie Fragen des Urheberrechtsschutzes von Websites erörtert, aber auch die interessanten Rechtsfragen rund um die Domain, von der wir rechtlich nicht einmal hinlänglich wissen, was sie denn nun ist. Alles kurz und knapp und für die erste Lektüre sehr anregend. Überaus interessant geschrieben ist das Kapitel über “Wettbewerbs |