Direktmarketing

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Ralf Hansen

Direktmarketing und Recht

 

Eine Rezension zu:

 Brunhilde Steckler/Werner Pepels (Hrsg.)

Das Recht im Direktmarketing

Eine Einführung in die wichtigsten Aspekte

 Erstauflage

Berlin: Erich Schmidt Verlag, 2006, 296 S., 46,80 €

ISBN 978 3 503 09374 8

http://www.esv.info/3-503-09374-5

 

Juristische Darstellungen erfolgen immer öfter als Querschnittsdarstellungen von Sachthemen her. Die Beziehungen zwischen Marketing und Recht sind ohnehin vielfältig, zieht doch das Recht den Möglichkeiten des Marketing eine Grenze, die aber oftmals nicht klar im Voraus definiert werden kann. Das Direktmarketing ist eine Form des Marketings, die starke medienrechtliche Bezüge aufweist. Der erste Abschnitt dieses Buch unternimmt es daher zu umrissen, was Direktmarketing ausmacht. Unterschieden wird zwischen Formen des Direktmarketing in elektronischen Medien und in Fernseh - und Rundfunksendungen, in Printmedien und durch Verkaufsliteratur, um sodann den Rechtsrahmen zu skizzieren. Das Direktmarketing ist im Kern dadurch gekennzeichnet, dass es den Adressaten ermöglicht, aufgrund einer Kommunikationsbeziehung unmittelbar Kontakt mit dem Absender aufzunehmen, so dass zwischen Direktwerbung und Direktverkauf zu unterscheiden ist. Überschneidungen können und müssen bei dieser Darstellungsform hingenommen werden und machen die Darstellung wegen unterschiedlicher Perspektiven sogar eher interessant. 

Ausgehend von diesem wirtschaftlichen Bezugsrahmen untersuchen die einzelnen Kapitel in problemorientierter Weise die sich stellenden Rechtsprobleme nach dem jeweils ausgewählten Werbeträger. Diese Form der Darstellungsform ist sehr gelungen, weil es sich ermöglicht ohne größere Vorkenntnisse den Rechtsrahmen unmittelbar auf die konkrete Werbeform zu beziehen. Das Kapitel 2 stellt die DR- Anzeige in den Mittelpunkt der Ausführungen und geht in den Schwerpunkten näher auf die presserechtlichen und die lauterkeitsrechtlichen Risiken ein, die bereits bei der Gestaltung der Anzeige zu beachten sind, um nachteilige Folgen zu vermeiden. Insofern trägt dieser Band unmittelbar zur Konfliktvermeidung bei. Das Kapitel 3 geht unter ähnlichem Blickwinkel